Virtueller Assistent zur Unterstützung von Personen mit MCI auf Basis von Smart Glasses

 

Glassistant ist ein virtueller Assistent auf Basis von Smart Glasses zur Unterstützung von Personen mit Mild Cognitive Impairment (MCI). Mild Cognitive Impairment ist eine kognitive Beeinträchtigung, welche durch subjektive und objektive Einschränkungen in den Bereichen Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Denkvermögen gekennzeichnet ist. Hierbei kann es zu Schwierigkeiten bei komplexeren Aufgaben im Alltag kommen. Es kann ebenfalls ein erstes Anzeichen von Demenz sein.
 
Um Patienten, die von MCI betroffen sind, bei Aufgaben im Tagesablauf zu unterstützen, entwickeln wir Glassistant. Durch Glassistant soll MCI-Patienten die Möglichkeit gegeben werden, länger selbstständig am sozialen Umfeld teilnehmen zu können. Dies wird durch einen unauffälligen Assistenten geboten, der mittels Smart Glasses bei Bedarf aktiv wird und Hilfestellungen anbietet. Wann eine Hilfestellung benötigt wird, kann durch Sensoren ermittelt werden. Wenn der Stresspegel des Nutzers steigt, analysiert Glassistant die aktuelle Umgebung und blendet mittels Augmented Reality beispielsweise Informationen zu Gegenständen, dem Standort oder Informationen zum allgemeinen Tagesablauf ein. Zudem ist eine Funktion zur Erinnerung der Medikamenteneinnahme vorgesehen.

Projektlaufzeit: 01.02.2015 – 31.07.2017
Beteiligte Projektpartner:

  • Ascora GmbH
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • Universität Augsburg
  • OTARIS Interactive Services GmbH

 
Website: www.glassistant.de
Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 

Ein weiteres, wichtiges Ziel ist es, eine Stigmatisierung des Nutzers zu vermeiden. Die Nutzung von Smart Glasses ist daher im besonderen Maße geeignet, denn obwohl derzeit verfügbare Geräte noch optisch als solche erkennbar sind, kann durch die rasante Entwicklung in diesem Bereich davon ausgegangen werden, dass Smart Glasses in einigen Jahren bereits vollständig in herkömmlichen Brillen integriert werden können und dadurch nicht mehr als Hilfsmittel erkennbar sein werden. Unabhängig von der optischen Unauffälligkeit ist ein weiterer Kernpunkt des Projektvorhabens die Unauffälligkeit in der Bedienung: Der Nutzer muss das System nicht zwangsweise manuell um Hilfe bitten, sondern es werden die aktuellen Emotionen und Situationen der Person automatisch erkannt und Hilfestellungen automatisch eingeblendet bzw. angeboten.